Besonders möchte ich mich für den Erhalt des Grüngürtels um Hochlar einsetzen. Außerdem liegt mir die Schaffung einer schnellen durchgehenden Verbindung mit Bahn oder S-Bahn von Recklinghausen nach Bochum sehr am Herzen. Ob zur Arbeit oder zur Uni, eine von vielen Recklinghäusern und Hochlarern genutzte Strecke. Das mindert den Autoverkehr im Ruhrgebiet und hilft Emissionen zu vermeiden!

Befürworter, Proteste und Tränen um eine mögliche Bebauung der ehemaligen Friedhofserweiterungsfläche „Auf dem Berge“ in Hochlar. Mich haben schon viele Bürger darauf angesprochen; Bebauungsgegner und ebenso viele Baubefürworter, die auf einer langen Warteliste stehen. Das notwendige Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes ist im Gange. Details über die Erschließung und der Art der Bebauung werden im Rahmen eines sich anschließenden Bebauungsplanverfahrens festgelegt. Wenn aber Bürger*innen aus Hochlar in Gesprächen mit mir, von einem Scheinverfahren sprechen,  weil die Bebauung im Rathaus schon beschlossene Sache und die Flächen längst zwischen potentiellen Käufern aufgeteilt sein, ist das ein Ausdruck mangelnder Transparenz. Deshalb möchte die SPD noch vor Abschluss des FNP-Verfahrens eine Planungswerkstatt mit betroffenen und interessierten Bürger*innen sowie externen Fachleuten für Klima, Landschaftsplanung und Städtebau durchführen, um das Pro und Contra der Versiegelung von Flächen „Auf dem Berge“ noch einmal gründlich abzuwägen. Das ist notwendig, um die Bürger*innen aus Hochlar mitzunehmen und ihnen mehr Mitsprache bei der Stadtentwicklung einzuräumen.

Natürlich würde ich, als gläubiger Katholik, mich sehr freuen wenn die Trauerhalle in Hochlar erhalten bliebe. Nur wo soll das Geld dafür herkommen? Die Auslastung der Trauerhalle und der Aufbewahrungsräume in Hochlar ist seit Jahren rückläufig. Was auf einem Wandel der Bestattungskultur zurück zu führen  ist und dem Umstand, dass private Bestattungsunternehmen entsprechend Einrichtungen günstiger anbieten.

Friedhöfe sind gebührenrechnende Einrichtungen und die Kosten sind auf die Nutzer, den Angehörigen der Verstorbenen, umzulegen. Um die Belastung für die Angehörigen in Grenzen zu halten ist eine Gebührenanpassung  von jährlich max. 2,5% beschlossen worden.

Durch die Umstrukturierung des Friedhofpersonals und einer damit verbundenen Zentralisierung am Süd- und Nordfiedhof machen die Friedhofsgebäude mit Wohn- und Verwaltungshaus sowie der Sozialräumen für des Friedhofspersonal, Garagen und Gerätehallen, überflüssig. Eine öffentliche WC-Anlage muss meiner Meinung nach, schon alleine wegen der vielen Spaziergängern, erhalten bleiben.

Da alle Bemühungen die Immobilien auf dem Bergfriedhof an Friedhofsgärtnereien, Garten- und Landschaftsbau Unternehmen oder den beiden Kirchen zur Übernahme fehlgeschlagen sind, weiß ich nicht wie eine weitere wirtschaftliche Nutzung erfolgen könnte. Grund dafür sind bestimmt die hohen Betriebskosten und der enorme Investitionsstau.

Auch durch eine Nutzung der reinen Trauerhalle und dem  Bau eines Kolumbariums und der großzügigen Vorhalle zur Trauerhalle würden erst einmal immense Kosten entstehen.

Zu den Kosten: Würde die Trauerhalle von den anderen Gebäuden Entkoppelt um sie autark zu betreiben, so würde die Neuverlegung der Versorgungsleitungen und die Neuerrichtung einer Heizanlage ca. 160.000 Euro kosten. Dazu kommt das dringend sanierungsbedürftige Dach mit ca. 200.00 Euro, die jährlichen Betriebskosten würden auch noch dazu kommen. Die Kosten für den Erhalt der Trauerhalle würden alle Recklinghäuser Bürger*innen tragen, egal ob sie die Trauerhalle Hochlar oder eine andere Trauerhalle in Recklinghausen nutzen. Im Übrigen steht die Zukunft der Trauerhalle in Hochlar für die SPD in Recklinghausen untrennbar mit der Zukunft der Trauerhalle auf dem Zentralfriedhof auf der Hillerheide. Dies nur erwähnt um über Mehrheiten für den Erhalt der Hochlarer Trauerhalle in der SPD Fraktion nach zu denken. Auch die Trauerhalle in Hillerheide ist Sanierungsbedürftig (Kosten ca. 160.000 Euro plus jährliche Betriebskosten).

Wenn wir Ende 2021 aus der Haushaltssicherung entlassen werden und sich der städtische Haushalt weiter positiv entwickelt sind die Friedhöfe und Trauerhallen davon erstmal nicht berührt, da Friedhöfe gebührenrechnende Einrichtungen mit einem Kostendeckungsgrad von 100 % sind.

Zuschüsse aus dem städtischen Haushalt sind natürlich möglich, sofern es der Haushalt hergibt, aber auch dafür bedarf es eine Mehrheit im zukünftigen Rat der Stadt Recklinghausen.

Als Mitglied im Sozialausschuss würde ich eine Kürzung im Bereich „Soziales“ , „Kinder, Jugend und Familie“ oder „Bildung“ für die Trauerhallen nicht mit tragen.

Abschließend möchte ich dazu sagen, dass wenn der jetziger oder zukünftige Bürgermeisten von Recklinghausen es schaffen sollte, Geld für den Erhalt der Trauerhalle in Hochlar zu beschaffen ohne im Sozialen, Kinder- Jugend oder Bildungsbereich Gelder zu streichen würde ich mich voll und ganz für den Erhalt der Trauerhalle einsetzen!